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Bodenfliesen verlegen locarno

Posare le piastrelle

04/06/2019

Posare le piastrelle


Schritt 1 - Untergrund vor dem Verlegen der Fliesen vorbereiten

Reinigen Sie zunächst die gesamte Fläche sorgfältig von Fett, Schmutz, Belagresten und losem Material – der Untergrund muss unbedingt sauber, trocken, staubfrei, tragfähig und eben sein.
Je grösser Ihre Fliesen sind, desto weniger Unebenheiten sollte der Boden aufweisen. Glätten Sie daher alle Unebenheiten mit einer selbstverlaufenden Bodenausgleichsmasse (angegebene maximale Schichtdicke beachten). Rühren Sie die Spachtelmasse in einem Mörtelkübel gemäss Herstellerangaben in sauberes Wasser ein. Sie können für das Anmischen eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz in niedriger Drehzahl verwenden. Giessen Sie dann die Masse auf den unebenen Stellen aus und verteilen Sie sie mit einem Gummiwischer. Wenn Sie nicht zu viel auftragen, erhalten Sie dank der fliessfähigen Konsistenz von ganz allein eine ebene Oberfläche. 
Nach der angegebenen Trocknungszeit, die mehrere Stunden bis Tage betragen kann, grundieren Sie saugende Untergründe wie z. B. Zementestriche noch mit Tiefengrund. Auf nicht saugfähigen Untergründen wie Beton oder auf sehr glatten Flächen verwenden Sie für bessere Haftung einen Haftgrund. In Nassräumen wie dem Badezimmer sollten Sie den Boden mit einer Abdichtung grundieren.

 

Schritt 2 - Fliesen-Verlegetechnik: Parallelverlegung

Die am weitesten verbreiteten Verlegetechniken sind die Parallelverlegung und die Diagonalverlegung. 
Für Einsteiger am besten geeignet: das parallele Verlegen. Dabei arbeiten Sie symmetrisch von innen nach aussen, weil zugeschnittene Fliesen an den Rändern weniger auffallen. Zunächst ermitteln Sie die Raummitte. Messen Sie dazu bei rechtwinkligen Räumen die Mitte der Seitenwände aus und markieren Sie die Mittellinien mit Hilfe von Richtschnüren oder mit einem Stift direkt am Boden.
Verlegen Sie die erste Fliesenreihe entlang der längeren der beiden Linien. Beginnen Sie dazu am Mittelpunkt der Linie und richten Sie die Fliesen entweder genau mit der Fliesenmitte oder mit dem Fliesenrand an dieser Linie aus. Setzen Sie danach das Verlegen entlang der Wand an der Stirnseite fort (umgekehrte L-Form). Falls auch die Wände mit Fliesen gleicher Grösse gefliest sind, richten Sie den Fugenverlauf am besten nach den Wandfugen aus. Achten Sie auch bei angrenzenden Räumen auf einen durchgehenden Fugenverlauf.

 

Legen Sie die ersten beiden Fliesenreihen zunächst probeweise lose aus. Wenn alles passt, markieren Sie den Startpunkt, sammeln die Fliesen wieder ein und beginnen das Verkleben –
 

 

Schritt 3 Fliesenkleber auftragen

Ist das Verlegen geplant, der Untergrund vorbereitet und die Grundierung getrocknet, können Sie den Fliesenkleber gemäss den Herstellerangaben vorbereiten. Mischen Sie den Fliesenkleber mit Bohrmaschine und Rührquirl im angegebenen Verhältnis klumpenfrei in Wasser an.
Nach einer kurzen Reifezeit tragen Sie mit einer Kelle oder Traufel eine 5 bis 10 mm dicke Kleberschicht gleichmässig auf den Boden auf. Kämmen Sie dann den Kleber mit einem Zahnspachtel so durch, dass ein gleichmässiger Kleberauftrag entsteht. Die benötigte Zahnung des Zahnspachtels hängt von der Fliesengrösse ab:

  • bis 100 mm Kantenlänge: 6 mm
  • 100 bis 200 mm: 8 mm
  • 200 bis 300 mm: 10 mm
  • ab 300 mm: 12 mm Zahnung.

Arbeiten Sie in kleineren Abschnitten und bringen Sie pro Durchgang nur so viel Kleber auf, wie Sie verarbeiten können, bis der Kleber anzieht (Richtwert 1 bis 1,5 m²).

 

In Aussenbereichen, bei Fliesen aus Grobkeramik und Naturstein sowie bei Spaltplatten mit stark profilierter Rückseite bringen Sie am besten zusätzlich auch auf der Fliesenrückseite Fliesenkleber auf und kämmen diesen durch.

 

Schritt 4 - Bodenfliesen verkleben

Drücken Sie die Bodenfliesen mit einer leichten Drehbewegung ins Kleberbett ein und klopfen Sie sie mit einem Gummihammer leicht an, aber ohne sie bis auf den Boden herunterzudrücken. Verarbeiten Sie immer im Wechsel Fliesen aus unterschiedlichen Paketen, denn zwischen den Gebinden können minimale Farbunterschiede auftreten. 
Überprüfen Sie zwischendurch stichprobenartig durch Abheben, ob sich auch ausreichend Kleber auf der Rückseite befindet (mindestens 80% Bedeckung ist erforderlich, bei Natursteinfliesen 100%). Falls Sie auch auf der Fliesenrückseite Kleber aufgetragen haben, sollten die Kleberfurchen quer zu denen auf dem Boden verlaufen.

Prüfen Sie immer wieder auch die korrekte Lage der Fliesen – solange der Kleber noch nicht angezogen hat, sind noch Korrekturen möglich. Halten Sie unbedingt eine ausreichende Fugenbreite zwischen den Fliesen ein (mindestens 2 mm, Herstellerangaben beachten). Dies ist notwendig, um Bewegungen und Spannungen auszugleichen. Stecken Sie dazu Fliesenkreuze entsprechender Grösse zwischen die Fliesen.

Nur wenn die Fliesenkreuze auf gleicher Höhe wie die Fliesen sind, entfernen Sie sie vor dem Verfugen wieder. Haben sie jedoch eine deutlich geringere Höhe als Ihre Bodenfliesen, können Sie sie auch einfach überspachteln.

Lassen Sie auch zu den Wänden Dehnungsfugen frei, ebenso bei vorhandenen Dehnungsfugen im Estrich und an Übergängen zu anderen Räumen und Belägen. Fliesenschienen (Eck- bzw. Abschlussprofile) sorgen bei Bedarf für saubere Abschlusskanten und sind ausserdem ein interessantes Gestaltungsmittel.

 

Schritt 5 - Randfliesen zuschneiden

An den Rändern werden Sie in der Regel Ihre Fliesen passend zuschneiden müssen. Bei der Diagonalverlegung fällt dabei mehr Verschnitt an als bei der parallelen Verlegung.

Für das Zuschneiden von Randfliesen benötigen Sie spezielles Werkzeug. Saubere und gerade Kanten erzielen Sie mit einem Fliesenschneider. Mit diesem Werkzeug ritzen Sie die Fliese auf der Glasurseite an und brechen sie dann über die eingebaute Bruchkante. Runde Aussparungen etwa bei Rohrdurchbrüchen erreichen Sie mit einer Fliesenlochzange (Papageienschnabel), mit der Sie die Öffnung Stück für Stück herausschneiden. Sie können dafür aber auch eine Bohrmaschine mit Lochfräsenaufsatz nutzen.

 

 

Schritt 6 - Bodenfliesen verfugen

Die Fugen zwischen den Fliesen füllen Sie mit einem zum Kleber passenden Fugenmörtel aus. Wenn Sie Flexkleber nutzen, sollten Sie auch einen flexiblen Fugenmörtel (Flexfuge) nutzen.
Entfernen Sie vor dem Verfugen zunächst überschüssigen Fliesenkleber aus den Fugen. Kratzen Sie dazu Fliesen-, Eck- und Anschlussfugen mit einem Holzkeil sauber, noch bevor der Kleber ausgehärtet ist. 
Beginnen Sie dann mit dem eigentlichen Verfugen erst nach dem Aushärten des Fliesenklebers. Planen Sie mindestens 24 Stunden Trocknungszeit ein (Herstellerangaben beachten). Mischen Sie den Fugenmörtel mit Wasser im angegebenen Mischungsverhältnis zu einem sämigen Brei an. Giessen Sie dann den Mörtel abschnittsweise auf den Boden und verteilen Sie ihn mit einem Fugengummi gleichmässig diagonal zum Fugenverlauf auf den Fliesen. Überschüssigen Mörtel ziehen Sie sorgfältig mit dem Gummiwischer oder einem Fliesenwaschbrett ab. Schützen Sie sich bei der Verarbeitung des Fugenmörtels unbedingt durch Gummihandschuhe.

 

 

Schritt 7 - Fliesenboden nach dem Verlegen reinigen

Warten Sie mit dem Reinigen der Fliesen, bis der Fugenmörtel matt angetrocknet ist. Beachten und befolgen Sie dazu genau die Angaben des Herstellers. Für die erste Oberflächenreinigung Ihrer Fliesen von verbleibenden Mörtelresten verwenden Sie einen feuchten Schwamm. Verwenden Sie dabei nicht zu viel Wasser, damit die Fugen nicht ausgewaschen werden. Polieren Sie anschliessend mit einem sauberen trockenen Lappen nach. Einen eventuell verbleibenden leichten Zementschleier können Sie frühestens nach zwei Wochen mit Zementschleier-Entferner beseitigen.

 

 

Schritt 8 - Wandfugen abdichten

Die Fugen zwischen Bodenfliesen und Wänden oder Sockelfliesen werden nicht mit Fugenmörtel verfugt, sondern mit einer dauerelastischen Dichtmasse abgedichtet – in der Regel mit Silikon. Bei Marmor- oder Natursteinfliesen verwenden Sie passendes Natursteinsilikon.

Kleben Sie zunächst die Fugenränder an Boden und Wand beidseitig mit Malerkrepp ab und entfernen Sie Kleberreste aus den Fugen. Poröse, sehr saugfähige Untergründe sollten Sie mit einer Grundierung vorbehandeln. Füllen Sie dann das Silikon aus einer Kartusche gleichmässig in die Fugen. Sie können dafür eine Auspresspistole für Silikonkartuschen nutzen. Nach einigen Minuten (Herstellerangaben beachten) entfernen Sie mit einem Fugenglätter überschüssige Dichtungsmasse und streichen die Silikonfuge glatt.

 

Benetzen Sie den Glätter mit etwas Spülwasser, das erleichtert die Handhabung. Zum Schluss ziehen Sie das Klebeband schräg nach hinten und seitlich von der Fuge weg ab.


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Veröffentlicht am 04/06/2019